3300km in 10 Tagen; oder der etwas andere Roadtrip ...

21Jan2013

Den Wenigen von euch, die meinen Blog noch lesen ist wahrscheinlich aufgefallen, dass ich schon ewig nichts mehr geschrieben habe. Und auch in allen Eintraegen, die ich mittlerweile nachgetragen habe keine Bilder mehr dabei sind ... Wieso erklaert sich gleich von selbst.
Unser Roadtrip: Fruehs um 5 gings fuer uns beide los auf die Faehre. Nach 3 Stunden sind wir dann in Wellington angekommen (Neuseelands Hauptstadt!) und haben uns gleich darum gekuemmert, dass wir ein Auto bekommen, usw. Es hat uns aber ein bisschen Zeit gekostet, bis wir Preise verglichen haben und unser Auto dann wirklich gemietet haben. Aber! Wir hatten endlich unser Auto. Und ich musste links fahren. Zum ersten Mal in meinem Leben. Um ehrlich zu sein, hab ich mir davor schon ein bisschen in die Hose gemacht, aber ich hatte den Dreh sofort raus und um ehrlich zu sein ... Irgendwie ist es einfacher als rechts zu fahren? Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich ein Automatikauto gefahren bin. Haette ich mit links schalten muessen haette das alles ein bisschen anders ausgesehen. :)
Also voller Euphorie sind wir direkt in den Zoo gefahren und hatten dort 3 wundervolle Stunden ... Als wir zu unserem Auto zurueck gekommen sind ist in unser Auto eingebrochen worden und Haydens Backpack mit allem was er dabei hatte incl. seinem Handy und seinem iPod ist geklaut worden. Das einzige was er noch hatte waren die Klamotten, die er am Leib getragen hat und sein Geldbeutel. Ich bin ein bisschen gluecklicher davon gekommen, mir wurde "nur" mein kleiner Rucksack geklaut mit meinem Laptop, jeder Menge Papierkrams, meine Flugtickets, Maeppchen, mein Neuseelandtagebuch, usw. geklaut. Um meinen Laptop bin ich ehrlich gesagt auch nicht traurig - das Drecksteil haette ich sowieso weggeschmissen, sobald in Deutschland angekommen waere ... Das Problem ist nur, dass ich da meine kompletten Bilder von Neuseeland drauf hatte. Jetzt fang ich an mir einen Teil meiner Bilder von den verschiedensten Leuten wieder zusammenzusammeln. Und mein Neuseelandtagebuch ... Aber ich kann ziemlich gluecklich sein, dass ich diesen Blog hier gefuehrt habe (wenn auch nicht so regelmaessig). Nachdem wir dann die Polizei benachrichtigt haben, unser Auto umgetauscht haben, usw. konnten wirs nicht abwarten endlich aus Wellington rauszukommen. Also sind wir dann am selben Abend gleich noch ein Stueckchen an der Westkueste hochgefahren. Wie gesagt, ich kann leider keine Bilder hochladen, ich erzaehle einfach nur die grossen Dinge und saemtliche Einzelheiten erfahrt ihr, sobald ich wieder zu Hause bin!
Unser Trip ging die Westkueste hoch, nach Auckland (wo wir Jenny; Taiwan; aufgesammelt und ein paar schoene Tage mit ihr verbracht haben), Northland und von dort aus sind wir nach Tauranga. Tauranga ist einer meiner Lieblingsorte auf der Nordinsel. Hayden stammt urspruenglich von hier und wir hatten eine wirklich gute Zeit bei seinen Freunden. Nachdem wir dort die meiste Zeit verbracht haben sind wir quer durchs Land nach Rotorua, Palmerston North und wieder nach Wellington, um unser Auto zurueckzugeben und uns ein letztes Mal tscheuss zu sagen. Ein sehr traenenreicher Abschied ... Aber wir hatten eine wunderschoene Zeit zusammen. Nur jetzt, wo er gegangen ist fange ich an zu realisieren, dass meine Zeit in Neuseeland so langsam vorbei ist. Und egal wohin es mich auf meinen naechsten Reisen verschlaegt - es wird einfach nicht mehr besser, als es hier war. Ich wuerde so gerne auf ein ganzes Jahr verlaengern. Aber keine Angst, ich fliege am 9. Februar nach Hause egal was passiert. (Hab ich irgendwann erwaehnt, dass ich um 3 Wochen verlaengert habe? Eigentlich haette ich am 17. Januar schon zu Hause ankommen sollen :b) Und auf der anderen Seite freue ich mich auch wirklich darauf euch alle wiederzusehen, nur momentan ueberwiegt die Trauer, dass es bald vorbei ist. Obwohl ich ja immernoch 2,5 Wochen voller Ueberraschungen auf mich warten! :)
xoxox

Picton - Ein Ort voller wunderbarer Erlebnisse

11Jan2013

Von Christchurch aus ging es fuer mich dann weiter nach Picton, um mit Delfinen zu schwimmen, Hayden endich wiederzusehen und zusammen die Faehre auf die Nordinsel zu nehmen, um unseren Trip ueber die Nordinsel zu starten!
Der Dolphinswim ist leider ein bisschen ungluecklich gelaufen. 2 Stunden sind wir vergeblich durch die Marlborough Sounds gesegelt und haben leider nur eine Delfinart gesehen - Hectordelfine, die kleinste Delfinart in Neuseeland. Und leider stehen die Schnuckelchen unter Naturschutz deshalb waren wir nicht erlaubt mit ihnen schwimmen zu gehen. Aber allein den Kleinen zuzusehen, war unglaublich schoen. Ich hoffe irgendwann nochmal die Zeit zu haben noch einen Dolphinswim zu machen und vielleicht hab ich beim naechsten Mal mehr Glueck! :)
Ansonsten war ich den letzten Tag ziemlich nutzlos, weil ich vor Vorfreude fast geplatzt bin! Nochmal ein paar Tage, die Hayden und ich zusammen verbringen koennen - Wie schoen. Auch wenn ich weiss, dass wir uns wieder tschuess sagen muessen und der Abschied wieder schwer wird, aber ich hab lieber eine schoene Zeit in Neuseeland mit schweren Abschieden, als am Ende bereut zu haben nicht genug Zeit mit den richtigen Leuten verbracht zu haben! :)

Und den ganzen Weg wieder zurueck nach Christchurch!

10Jan2013

Eigentlich hatten wir ja den ultimativen Plan. Vom Fox Glacier aus wollten wir weiter in Richtung Norden, um dann einen perfekten Kreis ueber die Suedinsel gezogen zu haben ... ABER wir sind ja in Neuseeland und bekanntlich laeuft hier nichts nach Plan. Weil es ueber Weihnachten und Neujahr hier so viel geregnet hat ist es nicht moeglich von den Gletschern aus in Richtung Norden zu fahren, weil die Strasse gesperrt ist. Also mussten wir den ganzen Weg wieder zurueck nach Christchurch fahren ... Vom Gletscherparadies nach Wanaka und am naechsten Tag von dort aus mit dem Bus weiter nach Christchurch. Natuerlich war die Strasse wieder befahrbar, sobald wir Wanaka verlassen haben, aber das Risiko dort ewig festzusiten war uns wirklich zu gross. Und ich musste sowieso nach Christchurch, um meinen Fuehrerschein uebersetzen zu lassen. Von daher hat es sich doch ganz gut getroffen ...
!!!!Hier ein Tipp fuer alle, die irgendwann mit dem Gedanken spielen in der Weltgeschichte rumzureisen: Investiert die 16 Euro in Deutschland, um euch einen internationalen Fuehrerschein zu holen. Sich seinen deutschen Fuehrerschein uebersetzen zu lassen ist verdammt teuer!!!!
Aber wie auch immer. Ich hatte keine andere Wahl. Sobald Jojos und meine Zeit zusammen abgelaufen ist, schnapp ich mir naemlich wieder Hayden (meinen Schokoladenfabrik Supervisor), wir mieten uns ein Auto und machen einen 10-taegigen Roadtrip ueber die Nordinsel! Das einzige Problem ist nur, dass ich die ganze Strecke selbst fahren muss, weil der gute Mann keinen Fuehrerschein hat, aber mit dem bisschen Linksfahren werd ich schon klarkommen :)
Letztendlich mussten Joana und ich uns dann auch schon am naechsten Tag trennen, weil ich auf meinen Fuehrerschein warten musste und sie noch umbedingt Abel Tasman sehen wollte. Vielen Dank fuer die wunderbare Zeit mit dir zusammen Joana! Ich habs dir oft gesagt und ich hab dir auch an meinem Geburtstag so viel gedankt, ich weiss es wirklich zu schaetzen diese unglaubliche Zeit mit jemandem von zu Hause teilen zu koennen!!!

Kein Wintermaerchen - Fox Glacier

06Jan2013

Und weiter geht's zum Gletcherparadies - Fox Glacier & Franz Josef Glacier. Wie gesagt, Gletscher ... Was wir erwartet haben waren weisse Oertchen mit kalten Temperaturen und jede Menge Schnee. Aber naja, wir haetten mal lieber nachdenken sollen. Hier ist momentan Sommer. Als ist auch am Gletscher eher weniger Schnee zu sehen. Um ehrlich zu sein sah es im Ort genauso aus wie im Rest von Neuseeland auch. Es war sau warm und alles ist gruen! Aber das hat uns nicht davon abgehalten unsere eigene Gletschertour zu veranstalten! Bepackt mit Fotoapparaten und jeder Menge Wasser haben wir uns auf den Weg zum Gletscher gemacht (und im Ernst, der Weg dorthin war anstrengender, als der Weg den "Gletscher" hoch). Nachdem wir nach ungefaehr 1,30 Stunden am Gletscher angekommen sind hat unsere Euphorie schon deutlich nachgelassen ... Auch am Fuss vom Gletscher war es weder kalt noch hat man irgendwo Schnee gesehen. Vereinzelt mal ein paar Eisbrocken, die am Flussrand gelegen haben, das wars dann aber auch schon. Relativ enttaeuscht sind wir dann den begehbaren Weg zum Fusse des Gletschers, der eher wie eine grosse Eisscholle ausgesehen hat, angetreten ...
So, nun kommt der Teil, den ich hier eigentlich gar nicht veroeffentlichen duerfte. Auf unserem Weg muss ein massiver Teil vom Gletscher rausgebrochen und in den Fluss gefallen sein. Und das muss eine unglaubliche Welle erzeugt haben, sodass am Ende (als wir wieder zurueck gelaufen sind) alles um den Fluss herum mit Schnee und Eisbroeckchen bedeckt war. Das Ding: Wir haben davon absolut nichts mitbekommen. Aber alle Leute, die uns auf unserem Weg nach oben entgegengekommen sind, sind uns auf unserem Weg nach unten wieder entgegengekommen, weil sie sehen wollten wie der Gletscher jetzt aussieht. Jeder hat uns gefragt, ob wirs gefilmt haben oder ob wir jede Menge Fotos davon gemacht haben und wir wussten am Anfang gar nicht, worueber alle reden, bis wir am Ende gesehen haben was das fuer ein Ausmass hatte. Ist doch mal wieder typisch - da passiert was Spektakulaeres direkt vor unserer Nase und wir bekommen es nicht mit ... Hoffnungslose Weiber :)

Das suesse Oertchen am suessen See - Wanaka

05Jan2013

Am 5. Januar heisst es dann fuer uns auf nach Wanaka!! Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt die schoen ... Nein, leider nicht. Die kurvige Strecke nach Wanaka hat unseren verkaterten Koerpern leider gar nicht so gut getan. Und dass es an genau diesem Tag unglaublich heiss war (gefuehlte 32 Grad!!) hat definitiv auch nicht zu unserem Wohle beigetragen. Wie auch immer - Wanaka, wahrscheinlich bekannt fuer seine "Puzzleworld" ist ein ziemlich kleines Oertchen an einem suessen See. Quartiert waren wir in einem genauso suessen Hostel mit ziemlich coolen Leuten. Aber was wir hier so richtig anstellen sollten, war uns ein Raetsel ... Ausser dem Puzzleworld gibt es hier wirklich nicht so viel zu tun. Aber wie auch immer, wir haben uns wenigstens das angeschaut. Und das war wirklich cool mit seinen ganzen Illusionsraeumen usw. Das Highlight war aber wahrscheinlich das Labyrinth - und das ist kein einfaches Labyrinth! Bevor man sich aber hoffnunglos verliert kann man seinen ganz persoenlichen Schwierigkeitsgrad waehlen. In jeder Ecke ist ein Aussichtsturm in einer anderen Farbe platziert. Einfach bedeutet man muss nur irgendwie zu jedem Aussichtsturm gelangen und danach das Labyrinth wieder verlassen (dafuer braucht man ca. 30 Minuten bis eine Stunde). Schwierig heisst die Tuerme in einer bestimmten Reihenfolge zu finden (dafuer sind 1 Stunde bis 1,5 Stunden vorgesehen). Voller Motivation und von unseren Orientierungskuensten ueberzeugt, wollten wir den schwierigen Weg gehen ... Nachdem wir aber die ersten 45 Minuten hoffnungslos herumgelaufen sind und noch nicht mal zum ersten Turm gelangt sind, haben wir uns dazu entschieden, doch auf die einfach Variante umzusteigen ... Bis wir dann aber zu allen vier Tuermen gelangt sind ist eine weitere Stunde vergangen und danach waren wir nervlich so am Ende, das wir nichtmal mehr den Ausgang gefunden haben und uns den  Notausgaengen bedient haben. Ziemlich enttaeuschend, dass wir fast 2 Stunden orientierungslos im Labyrinth rumgelaufen sind. ABER: Wir waren nicht die einzigen. Unseren zwei Zimmergenossen ging es genauso. Kleiner Unterschied: Die beiden waren eine halbe Stunde frueher fertig als wir :)

Queenstown Nr.2!!

05Jan2013

Die Kleine hat ja bald Geburstag ... Und einen 19. Geburtstag in Neuseeland muss man schon ordentlich feiern. Wo geht das am Besten? Natuerlich, in Queenstown. Also haben wir uns wieder auf den Weg zurueck gemacht (diesmal mit dem Bus), in unser Hostel eingecheckt und uns sofort in Queenstowns Eisbar begeben. Ziemlich teurer Spass, aber wenn es einen Abend gibt an dem Geld keine Rolle spielt, dann heute Nacht. Danach haben wir einen Club nach dem anderen durchgemacht und konnten uns vor Australiern kaum retten - Was die auch alle am 4. Januar in Neuseeland treiben?? Aber wir hatten definitiv unseren Spass. Unser Resuemee: Die beste Nacht in Queenstown! Mit Abstand!
Nunja, ich wuerde sagen ich hatte einen sehr gelungenen Start in meinen Geburstag - an dieser Stelle vielen Dank Joana!! Du gibst mir staendig das Gefuehl zu Hause zu sein. Es tut so gut diese wundervolle Zeit mit jemandem zu teilen, den man von ganzem Herzen gern hat und bei dem man weiss, am Ende heisst es nicht gross Abschied nehmen. Vielen Dank, dass ich das alles mit dir erleben durfte!

Notfallplan - Studentenstadt Dunedin.

03Jan2013

5 Tage am Limit sind wirklich mehr als genug für uns, immerhin sind wir ja auch nicht mehr die Jüngsten. Wohin geht's nach Queenstown? Weiter in Richtung Norden und die Westküste hoch - erster Stop Wanaka ... Haha, nichts da. Leider rennt jeder nach Wanaka, deshalb ist dort kein Schlafplätzchen mehr für uns übrig. So was machen wir nun? Einen Abstecher nach Dunedin! Gesagt, getan. Nur leider waren wir so hell erst unser Hostel zu buchen und uns danach zu informieren, ob wir mit dem Bus überhaupt dort hinkommen - Natürlich nicht! Alles strömt von Queenstown aus wieder nach Hause, auch unsere lieben Studenten gehen alle wieder zurück nach Dunedin. Also haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, naja eigentlich hatten wir keine andere Wahl, als zu trampen... 350km weit. Nachdem wir am richtigen Fleck standen haben wir nur 15 Minuten gewartet, bis sich ein Kiwi unserer angenommen hat und uns aus dem stömenden Regen (wen wundert's?) gerettet hat. Ziemlich cooler Kerl, der uns auf der Fahrt ein Eis ausgegeben hat und mit dem ich eine ziemlich lustige Diskussion über Unterwasserrugby hatte.
Unseren Aufenthalt in Dunedin haben wir dann so fortgesetzt, wie wir ihn in Queenstown beendet haben - ziemlich unproduktiv. Was aber natürlich am schlechten Wetter lag... Und ganz nebenbei hab ich mir dort mal schnell ein neues Handy gekauft, weil ich mein Ladekabel in Queenstown verschlappt habe. Lustigerweise ist das der selbe Anschluss wie für mein altes Handy, jetzt hab ich zwei und mein Normales ist immernoch in Betrieb! Und ganz obendrauf hab ich neue Kopfhörer für mein Handy bekommen, die sind nämlich schon seit Langem kaputt. Und das alles nur für $20, was für eine Shoppingqueen ich doch bin! :)
Und obendrauf hab ich meine Fähigkeiten als Vogelflüsterin entdeckt! Unglaublich, was so alles in einer Studentenstadt passieren kann.

Das arme Mädchen hat mitten auf dem Fußgängerübergang ihr letztes Paar Schuhe zerstört! :'( Wie traurig.Hypermotivierte Straßenarbeiter!Vogelflüsterin in spee!

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